Belgien, Föderale konstitutionelle Monarchie in Westeuropa.
Dieser Staat teilt sich in drei Regionen mit eigenen Regierungen auf: der niederländischsprachige Norden nimmt die Ebenen ein, der französischsprachige Süden umfasst die Hügel und Wälder der Ardennen, und die zweisprachige Hauptstadt bildet eine Metropole dazwischen. Die Grenzen zwischen den Regionen folgen sprachlichen Linien, die über Jahrhunderte entstanden sind.
Das Land entstand 1830 nach einer Revolution, die sich von den Niederlanden löste, und wurde zu einer konstitutionellen Monarchie unter Leopold I. Seine Lage zwischen Großmächten machte es zum Schauplatz zweier Weltkriege, deren Zerstörungen den Wiederaufbau und spätere Spannungen zwischen den Sprachgruppen prägten.
Die Landesteile bewahren eigene Traditionen bei Festen und Alltagsbräuchen. Während im niederländischsprachigen Norden Karnevalsfeiern flämische Volkslieder und historische Umzüge prägen, pflegt der französischsprachige Süden eigene Feiertage und regionale Dialekte, die im Straßenbild und bei lokalen Märkten hörbar werden.
Reisende finden auf dem gesamten Staatsgebiet unterschiedliche Wegweiser und Ortsbezeichnungen, abhängig von der jeweiligen Region. Im Norden erscheinen Schilder auf Niederländisch, im Süden auf Französisch, während die Hauptstadt zweisprachige Beschilderung verwendet.
Das Regierungssystem verteilt Macht auf sechs separate Parlamente, von denen jedes unterschiedliche Zuständigkeiten verwaltet. Minister wechseln mitunter am selben Tag zwischen verschiedenen Parlamentssälen, um ihren jeweiligen Rollen gerecht zu werden, da sie mehrere Ämter gleichzeitig innehaben können.
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