Deutschsprachige Gemeinschaft Belgiens, Deutschsprachige Region im Osten Belgiens
Die Deutschsprachige Gemeinschaft ist eine Verwaltungseinheit im Osten Belgiens, die neun Gemeinden in der Provinz Lüttich umfasst. Das Gebiet liegt an der Grenze zu Deutschland, den Niederlanden und Luxemburg und wird von einem Parlament in Eupen regiert.
Belgien erhielt dieses Territorium nach dem Ersten Weltkrieg im Jahr 1920 vom Deutschen Reich. Während des Zweiten Weltkriegs wurde das Gebiet vorübergehend von deutschen Truppen besetzt.
Die Bewohner sprechen Deutsch in offiziellen Angelegenheiten, nutzen aber im Alltag oft lokale Dialekte, die je nach Gemeinde variieren. In manchen Dörfern hört man noch heute Mundarten, die sich stark vom Standarddeutschen unterscheiden.
Die Gemeinden sind über Landstraßen miteinander verbunden und liegen in einer hügeligen Landschaft mit Wäldern und Wiesen. Eupen ist der zentrale Ort mit öffentlichen Einrichtungen und Geschäften.
Dieses Gebiet besitzt weitreichende Autonomie in Bereichen wie Energie, Wohnungsbau und kommunaler Verwaltung, die direkt von der Wallonischen Region übertragen wurden. Dadurch hat die Gemeinschaft mehr Entscheidungsbefugnisse als andere Sprachgemeinschaften in Belgien.
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