Wallonie, Verwaltungsregion im Süden Belgiens
Wallonien ist eine Region im südlichen Teil Belgiens, die sich über fünf Provinzen erstreckt und Namur als Hauptstadt hat. Die Verwaltungseinheit nutzt Französisch als Hauptsprache und umfasst Gebiete von den Ardennen bis zu den Flusstälern der Maas und Sambre.
Das Gebiet entwickelte sich im 19. Jahrhundert von einer Ansammlung mittelalterlicher Fürstentümer zu einem Industriezentrum, das die kontinentaleuropäische Industrialisierung mitprägte. Diese wirtschaftliche Transformation veränderte Landschaft und Gesellschaft grundlegend und schuf die Grundlage für die heutige regionale Struktur.
Die Region trägt eine frankophone Identität, die sich in Straßenschildern, Zeitungen und im Alltag zeigt. Besucher erleben diese sprachliche Prägung in Cafés, Märkten und bei Gesprächen mit Einheimischen, die meist Französisch als Muttersprache sprechen.
Die Region ist über ein Netz von Autobahnen und Bahnverbindungen zugänglich, die größere Städte mit kleineren Ortschaften verbinden. Informationen in französischer Sprache dominieren die Beschilderung und öffentlichen Hinweise, daher sind Grundkenntnisse dieser Sprache hilfreich für die Orientierung.
An der Grenze zu Deutschland lebt eine deutschsprachige Gemeinschaft mit eigenen Verwaltungsstrukturen und kulturellen Einrichtungen. Diese sprachliche Besonderheit zeigt sich in zweisprachigen Ortsschildern und regionalen Medien, die sowohl Französisch als auch Deutsch verwenden.
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