Royal Galleries of Ostend, Neoklassizistische Kolonnade am Strand von Ostende, Belgien.
Die Königlichen Galerien von Ostend sind eine 380 Meter lange Kolonnade mit gepaarten toskanischen Säulen und Sockeln aus Blaustein, die sich längs des Strandes erstreckt. Die Konstruktion ist mit einem Glasdach versehen und schafft einen überdachten Durchgang, der den Meerblick rahmt und gleichzeitig Schutz bietet.
Der französische Architekt Charles Girault entwarf die Galerien um 1906 als Auftragswerk von König Leopold II. Das Bauwerk sollte die königliche Villa mit einer nahegelegenen Rennstrecke verbinden und die schnell wachsende Küstenstadt mit einer modernen Promenade ausstatten.
Die Galerien zeigen den Einfluss französischer Baukunst auf Belgiens Küstenentwicklung im frühen 20. Jahrhundert. Viele Besucher nutzen den Ort heute wie damals als Treffpunkt und Flaniermeile, wo man flanieren kann, ohne vom Wetter gestört zu werden.
Die Kolonnaden bieten schrittweise Erhebung und offene Wege, die für unterschiedliche Mobilitäten erreichbar sind. Der beste Zeitpunkt für einen Besuch ist bei Niedrigwasser, wenn man den Strand darunter erkunden kann, oder an klaren Tagen für die beste Sicht auf das Meer.
Während des Zweiten Weltkriegs versiegelten deutsche Truppen die Spalten zwischen den Säulen, um die Struktur in die Atlantikwall-Verteidigungslinie zu integrieren. Diese Kriegsspuren sind heute noch teilweise an bestimmten Stellen sichtbar und erzählen von einer weniger bekannten Seite der lokalen Geschichte.
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