Ellesmere Island, Arktische Insel in Nunavut, Kanada.
Ellesmere Island ist eine Insel im Norden Kanadas, die sich auf mehr als 196.000 Quadratkilometer erstreckt und zum arktischen Archipel gehört. Sie zeigt zerklüftete Berge, tiefe Fjorde und breite Eisschilde, die sich in allen Richtungen verteilen.
William Baffin kartierte 1616 die Küste, obwohl paläoeskimoische Gruppen bereits seit etwa 2000 v. Chr. hier lebten. Im 19. Jahrhundert suchten britische Expeditionen in den Gewässern ringsum nach der Nordwestpassage.
Die Inuit verwenden bis heute ihre eigenen Ortsnamen, darunter Umingmak Nuna, ein Begriff für das Gebiet, der auf ihre lange Verbindung zu dieser Landschaft verweist. In Grise Fiord, der südlichsten Gemeinschaft, spürt man noch die Spuren der erzwungenen Umsiedlung in den 1950er Jahren, als Familien aus dem Süden hierher gebracht wurden.
Flüge nach Alert, Eureka oder Grise Fiord laufen über Iqaluit oder Resolute, doch das Wetter entscheidet oft über Abflug und Ankunft. Wer an Polarforschung oder Umweltüberwachung interessiert ist, kann nach Führungen in den Forschungsstationen fragen.
Der Quttinirpaaq-Nationalpark schützt etwa ein Fünftel der Insel und umfasst zahlreiche Gletscher sowie Lake Hazen, den größten See nördlich des Polarkreises. Alert gilt als dauerhaft bewohnte Siedlung, die dem Nordpol am nächsten liegt und vor allem für Wetterbeobachtung und militärische Kommunikation genutzt wird.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.