Tour du Mont-Blanc, Fernwanderweg in Frankreich, Italien und der Schweiz
Der Tour du Mont Blanc ist ein rund 165 Kilometer langer Rundwanderweg, der das Mont-Blanc-Massiv durch Frankreich, Italien und die Schweiz umrundet. Er führt durch sieben Täler, darunter das Chamonix- (Arve-)Tal, das Montjoie-Tal, das Vallée des Glaciers, das italienische Val Veny, die beiden Val Ferret und das Trient-Tal. Die höchsten Punkte der Varianten sind der Col des Fours in Frankreich und die Fenêtre d'Arpette in der Schweiz, beide auf 2.665 m.
Der GR Tour du Mont-Blanc wurde 1951 als sportliche Bergroute angelegt. Im Jahr darauf umfassten die französischen GR-Wege fast 1.000 km, und Jean Loiseau gab Itinéraires de Corse heraus. Die offizielle Route hat sich seither verändert, und mehrere Varianten sind entstanden, einige anspruchsvoller, andere kürzer mit weniger Aussicht auf das Massiv.
Die Route führt durch drei Länder: Von der französischsprachigen Chamonix-Seite geht es ins italienischsprachige Valdigne und weiter ins Schweizer Wallis, wo auch Deutsch gesprochen wird. Der Fernwanderweg GR5 von der Nordsee zum Mittelmeer verläuft zwischen dem Gipfel des Brévent und dem Col de la Croix du Bonhomme auf einem Teil der Strecke. Jährlich führt der Ultra-Trail du Mont-Blanc über den gesamten Rundweg, den Männer in rund 18 und Frauen in rund 22 Stunden gewinnen.
Die besten Wanderbedingungen herrschen von Ende Juni bis September, wenn die Pässe schneefrei und Berghütten geöffnet sind. Wanderer sollten auf schnelle Wetteränderungen vorbereitet sein und warme Kleidung sowie Regenschutz dabeihaben, da Temperatur und Wind in der Höhe schnell wechseln.
Der Weg führt durch alle Vegetationszonen der Alpen, von Wiesen mit Wildblumen bis zu kargen Felslandschaften nahe der Schneegrenze. Wanderer können an einem einzigen Tag durch Wälder, Almweiden und steinige Hänge gehen und dabei beobachten, wie sich Pflanzen und Klima mit der Höhe ändern.
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