Mont Collon, Alpengipfel im Wallis, Schweiz
Der Mont Collon ist ein 3.637 m hoher Gipfel der Walliser Alpen in der Schweiz, südlich von Arolla. Seine vergletscherte Nordwand beherrscht den Blick vom Dorf. Westlich liegt der gleichnamige Gletscher, östlich der Haut Glacier d'Arolla; beide bilden den Arollagletscher. Südwestlich steht der Petit Mont Collon (3.555 m), südlich auf demselben Grat die Mitre de l'Évêque (3.653 m) und der Évêque (3.716 m).
Die erste Besteigung des Mont Collon fand nicht allgemein 1867 statt, sondern am 31. Juli jenes Jahres durch Hans Baumann und Johann Kronig mit G. E. Foster über Südostwand und Südgrat. Der Westgrat, heute Normalroute, wurde am 3. August 1876 von A. Cust und Frederick Gardiner mit den Führern Peter und Johannes Knubel aus St. Niklaus begangen. Die Nordwand eröffneten am 13. August 1890 Jean und Antoine Maître mit John Hopkinson.
Der Name Mont Collon steht auf Karten und in Berichten neben dem Petit mont Collon (3.555 m) und der Mitre de l'Évêque (3.653 m), die seinen Südgrat teilen. Bergsteiger, die in der Cabane des Vignettes (3.152 m) oder im Refuge des Bouquetins (3.000 m) übernachten, orientieren sich an diesen benannten Gipfeln über Arolla.
Der Berg ist von Arolla aus über etablierte Routen erreichbar, wobei eine Berghütte auf dem Weg Unterkunft bietet. Besucher sollten mit Bergsteiger-Erfahrung kommen und gutes Wetter sowie frühe Tageszeiten für den Aufstieg nutzen.
Am 27. Juli 1970 stiegen Candide Pralong und Louis Favre über die Pralong-Favre-Route durch die Nordwand auf und stiegen über den Mittelgrat ab; die Gipfelkalotte wies damals eine 140 m hohe senkrechte Eiswand auf, die in vier Abseilstellen überwunden wurde.
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