Jura, Gebirgszug an der französisch-schweizerischen Grenze
Das Gebirge erstreckt sich bogenförmig über drei Länder und trennt das schweizerische Mittelland vom französischen Rhônetal durch sanfte, bewaldete Falten aus Kalkstein. Die höchsten Gipfel liegen in Frankreich nahe der Grenze, während die breiten Hochebenen und Täler Weiden, Wälder und kleine Siedlungen beherbergen.
Die Kalkfelsen entstanden vor Millionen von Jahren am Grund eines flachen Meeres und wurden später durch tektonische Kräfte in parallele Kämme gefaltet. Diese geologische Epoche erhielt ihren Namen von dieser Gebirgskette, da hier erstmals ihre typischen Gesteinsschichten beschrieben wurden.
Der Name dieser Bergkette stammt aus dem lateinischen Wort für Wald und spiegelt die dichten Fichtenwälder wider, die an den sanften Hängen wachsen. Viele kleine Dörfer entlang der Höhen leben noch heute von der Milchwirtschaft und produzieren lokale Käsesorten in traditionellen Sennereien.
Das Gelände eignet sich gut für Wanderungen und Radtouren im Sommer sowie für Langlauf im Winter, da die Anstiege meist moderat bleiben. Viele Wege sind gut ausgeschildert und führen durch offene Weiden und schattige Wälder, wobei das Wetter rasch wechseln kann.
Unterirdische Flüsse durchziehen den porösen Kalkstein und tauchen manchmal erst nach vielen Kilometern wieder an der Oberfläche auf. Ein See auf der Schweizer Seite verschwindet im Winter teilweise durch natürliche Abflüsse und füllt sich im Frühling wieder durch Schmelzwasser.
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