Aussersihler Viadukt, Eisenbahnbrücke in Zürich-West, Schweiz.
Der Aussersihler Viadukt besteht aus zwei Eisenbahnbrücken aus behauenem Naturstein im Zürcher Industriequartier, die 1894 eröffnet wurden. Der höhere Wipkinger Viadukt ist 834 m lang und führt weiterhin Züge vom Hauptbahnhof Richtung Wipkingen und Oerlikon; der niedrigere Lettenviadukt misst 823 m, ist für die Bahn stillgelegt und dient als Fuss- und Veloweg. Das Bauwerk hat 63 Hauptöffnungen, überwiegend gemauerte Bogen, die grösste mit 22,72 m Weite.
Der Bau des Viadukts begann 1875 und wurde 1894 abgeschlossen, um die wachsenden Transportbedürfnisse der Stadt zu decken. Die Bahnverbindung trug wesentlich zur städtebaulichen Entwicklung von Zürich-West im späten 19. Jahrhundert bei.
Der Name stammt von der ehemaligen Gemeinde Aussersihl, die 1893, ein Jahr vor der Eröffnung des Viadukts, in Zürich eingemeindet wurde. Seit 1998 dient der Lettenviadukt als Fuss- und Veloweg zwischen den Kreisen 5 und 6, von der Josefswiese über die Lettenbrücke zum Bahnhof Letten und entlang der Limmat zum Jugendkulturhaus Dynamo.
Der Lettenviadukt ist als Fuss- und Veloweg begehbar: von der Josefswiese über die Lettenbrücke zum ehemaligen Bahnhof Letten und weiter an der Limmat entlang bis zum Jugendkulturhaus Dynamo. Seine Oberfläche aus Betonplatten wurde im Herbst 2009 fertiggestellt. Der Wipkinger Viadukt trägt Bahnverkehr und wird von Oktober 2023 bis März 2025 saniert, mit kompletter Streckensperrung von Dezember 2023 bis Dezember 2024.
Am 2. Dezember 1940 wurde der Viadukt bombardiert, wobei Bauwerk und Fahrleitung beschädigt wurden; drei Bahnbeamte wurden schwer, zwei leicht verletzt. Die Bögen des Lettenviadukts, einst Lagerhallen und Läden, mussten per Ende März 2003 für die Sanierung geräumt werden.
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