Muraltengut, Spätbarockes Herrenhaus in Zürich, Schweiz
Muraltengut ist ein spätbarockes Herrenhaus in Zürich mit Elementen der italienischen Renaissance, das zwischen 1777 und 1782 erbaut wurde. Das Anwesen verfügt über symmetrische Treppen, großzügige Rasenflächen und sorgfältig angelegte Gärten mit Wasserbecken.
Johannes Werdmüller (1725–1801), Stadtbauherr, liess den Sommersitz zwischen 1777 und 1782 nach eigenen Plänen und mit neuartigen Baumaschinen errichten, nachdem man ihm vorgeworfen hatte, vom Bauen nichts zu verstehen. 1825 ging das Anwesen an Bürgermeister Hans Konrad von Muralt, von dem es seinen heutigen Namen hat. Martin Bodmer kaufte es 1924 und rettete es vor dem Abriss; seit 1944 gehört es der Stadt Zürich.
Der Name stammt vom Bürgermeister Hans Konrad von Muralt, der das Gut 1825 erwarb. Zu Werdmüllers Zeit wurden im Salon aufklärerische Ideen diskutiert, und er trug sonntags demonstrativ ein Buch von Voltaire unter dem Arm. Heute dient das Haus dem Stadtrat von Zürich für offizielle Empfänge; der Park ist im Gegensatz zum Gebäude öffentlich zugänglich.
Der Park ist öffentlich zugänglich, das Gebäude selbst jedoch nicht: Es dient dem Stadtrat von Zürich zu Repräsentationszwecken und ist nicht zu besichtigen. Die ehemalige Seelinie markiert heute eine Reihe beschnittener Linden, und im Park liegt ein Rosarium mit über 5000 Rosenstöcken.
1900 trennten die Eisenbahn und die Aufschüttung des Seeufers das Haus vom Zürichsee; eine Reihe beschnittener Linden markiert heute die ehemalige Seelinie. Im Innern hängen Werke von Pipilotti Rist, Fischli/Weiss, Alois Carigiet und Ernst Morgenthaler, darunter Carigiets Wandbild mit einer Zirkusszene.
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