Henan, Provinz in Zentralchina
Henan ist eine Verwaltungseinheit in der zentralen Volksrepublik China, die sich zwischen Bergketten im Westen und flachen Ebenen im Osten erstreckt. Der Gelbe Fluss durchquert das Gebiet von Westen nach Osten und teilt die Landschaft in zwei unterschiedliche Hälften mit verschiedenen Geländeformen und Vegetationszonen.
Das Gebiet war über Jahrhunderte hinweg Regierungssitz zahlreicher chinesischer Herrscherdynastien, beginnend mit der Shang-Zeit im 16. Jahrhundert vor unserer Zeitrechnung. Luoyang und Kaifeng dienten nacheinander als Hauptstädte verschiedener Reiche und prägten damit die politische Entwicklung des gesamten Landes über mehr als zwei Jahrtausende.
Der Name bedeutet südlich des Gelben Flusses und beschreibt die Lage der Region zum größten Gewässer im Norden des Landes. Viele Ortschaften entlang des Stroms zeigen noch heute traditionelle Architektur mit mehrstöckigen Pagoden und Tempelhöfen, die Besucher bei Spaziergängen durch alte Stadtviertel entdecken können.
Zhengzhou dient als Hauptstadt und wichtiger Knotenpunkt für Reisen innerhalb der Region, mit Bahnverbindungen zu allen wichtigen Städten des Landes. Die beste Reisezeit liegt im Frühjahr und Herbst, wenn das Wetter gemäßigt ist und sich gut für Tagesausflüge in die umliegenden ländlichen Gebiete eignet.
Während des Krieges mit Japan 1938 ließen chinesische Truppen den Fluss absichtlich über die Ufer treten, indem sie Deiche bei Zhengzhou durchbrachen, um den feindlichen Vormarsch zu stoppen. Diese Überschwemmung veränderte den Lauf des Flusses dauerhaft und beeinflusst bis heute die Landschaft und Siedlungsgebiete entlang seines Bettes.
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