Ili, Autonome Präfektur im Norden von Xinjiang, China.
Ili ist eine autonome Präfektur im nördlichen Xinjiang, die sich über weite Ebenen, Hochgebirge und Flusstäler erstreckt. Die Landschaft wechselt zwischen endlosen Steppen, bewaldeten Hängen und fruchtbaren Tälern, die sich bis zu den Grenzen mit Kasachstan, der Mongolei und Russland ziehen.
Die Region stand ab dem 6. Jahrhundert unter der Kontrolle verschiedener Reiche und erlebte zahlreiche Herrschaftswechsel durch türkische, mongolische und chinesische Dynastien. Im Jahr 1954 erhielt das Gebiet den Status einer autonomen Präfektur innerhalb der Volksrepublik China.
Die Präfektur trägt ihren Namen von den kasachischen Gemeinschaften, die hier seit Jahrhunderten leben und ihre nomadischen Traditionen bis heute pflegen. In vielen Dörfern sieht man noch Jurten neben modernen Häusern, und auf den Wochenmärkten werden Teppiche, Filzarbeiten und handgeschnitzte Holzobjekte nach alten Mustern verkauft.
Die Präfektur liegt an mehreren internationalen Grenzübergängen, die nach Kasachstan und in andere Nachbarländer führen und den Reiseverkehr erleichtern. Besucher sollten beachten, dass die Entfernungen zwischen Städten und Sehenswürdigkeiten oft lang sind und mehrtägige Aufenthalte erfordern.
In der Präfektur liegen einige der größten Goldvorkommen und Kupferminen von ganz Xinjiang, die noch heute aktiv betrieben werden. Diese Minen prägen seit Jahrzehnten die Wirtschaft der Region und ziehen Arbeiter aus verschiedenen Teilen des Landes an.
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