Kizilgaha-Grotten, Buddhistischer Tempelkomplex in Kuqa, China
Die Kizilgaha-Höhlen sind ein Höhlenkomplex aus Felskammern entlang des Flusses Muzat mit mittelalterlichen Wandmalereien und architektonischen Strukturen. Der Komplex erstreckt sich über mehrere Bereiche mit unterschiedlichen Raumgrößen und kunsthistorischen Details aus verschiedenen Bauphasen.
Die Höhlen entstanden hauptsächlich zwischen dem 5. und 9. Jahrhundert als wichtiges buddhalistisches Zentrum während der Blütezeit der Seidenstraße. Sie wurden in mehreren Phasen erweitert und dienten bis zum Mittelalter als religiöses und künstlerisches Zentrum der Region.
Die Höhlenwände zeigen umfangreiche Wandmalereien, die buddhistische Lehren und religiöse Zeremonien darstellen. Diese Kunstwerke stammen aus verschiedenen Perioden und zeigen den künstlerischen Austausch zwischen Kulturen entlang der antiken Handelsrouten.
Der Zugang zu den Höhlen erfolgt über festgelegte Wege und Treppen, die in die Klippen führen, wobei geführte Touren durch die erhaltenen Bereiche angeboten werden. Das Gelände erfordert grundlegende physische Fitness und gutes Schuhwerk, da viele Wege steil und uneben sind.
Die Höhlen enthalten Inschriften in mehreren antiken Sprachen, darunter Tocharisch B und Sanskrit, die religiöse Praktiken und alltägliche Angelegenheiten der frühen buddhistischen Gemeinden dokumentieren. Diese sprachlichen Zeugnisse ermöglichen es Forschern, das Leben und die Überzeugungen der früheren Bewohner zu rekonstruieren.
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