Wanfu Temple, Buddhistischer Tempel auf dem Huangbo-Berg, Fuqing, Fujian, China
Der Wanfu-Tempel auf dem Berg Huangbo in Fuqing (Fujian) ist eine Chan-buddhistische Anlage, deren heutige Gebäude zwischen 1989 und 1997 im Architekturstil der Ming- und Qing-Dynastie errichtet wurden. Zum Komplex gehören das Shanmen, die Mahavira-Halle, die Tianwang-Halle, der Glocken- und der Trommelturm, die Zushi-Halle, die Dharma-Halle und eine Gedenkhalle für Yinyuan Longqi.
Der Chan-Meister Zhenggan, ein Schüler Huinengs, gründete den Ort 789 als Bore-Halle; acht Jahre später wurde daraus ein Tempel. Huangbo Xiyun wurde hier 848 ordiniert. In der Ming-Zeit von japanischen Piraten zerstört, hatte der Tempel ab 1637 Yinyuan Longqi als Abt, der 1654 nach Japan ging und dort die Ōbaku-Schule gründete. Eine Flut 1928 und ein Brand 1949 verwüsteten ihn; der Wiederaufbau dauerte von 1989 bis 1997.
Der Tempel gilt als Wiege der japanischen Ōbaku-Zen-Schule: Abt Yinyuan Longqi reiste 1654 mit seinem Schüler Muyan nach Japan und gründete sie dort. Der japanische Haupttempel Mampuku-ji trägt seinen Namen nach Wanfu. 1979 kam eine japanische Delegation unter Yoshii Shimamine hierher, um diese Wiege zu verehren.
Die Tempelanlage ist von Fuqing aus über öffentliche Verkehrsmittel erreichbar, die regelmäßig zum Berg Huangbo fahren. Ein Besuch am Morgen oder frühen Nachmittag ermöglicht die beste Erkundung der Gebäude und Wanderwege.
Ein großzügiger Unternehmer finanzierte 2016 ein umfassendes Verschönerungsprojekt, das modernchinese und traditionelle Architektur geschickt miteinander verbindet. Diese Sanierung erhielt die historische Substanz, während sie neue Qualität in die Räume brachte.
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