Bundesrat, Oberhaus in Berlin, Deutschland
Der Bundesrat ist die Länderkammer der Bundesrepublik Deutschland mit Sitz in Berlin. Die Institution setzt sich aus 69 Vertretern der 16 Bundesländer zusammen, deren Stimmgewicht nach der Bevölkerungsgröße des jeweiligen Landes variiert.
Die Institution entstand 1949 durch das Grundgesetz nach dem Zweiten Weltkrieg als Verfassungsorgan der neuen Bundesrepublik. Sie knüpfte dabei an ältere Formen föderaler Vertretung an, die bereits im 19. Jahrhundert bestanden hatten.
Der Bundesrat tagt im ehemaligen Preußischen Herrenhaus, wo sich heute deutsche Demokratie mit historischer Architektur verbindet. Das Gebäude erinnert Besucher an vergangene Machtverhältnisse und zeigt zugleich, wie sich politische Strukturen über die Zeit gewandelt haben.
Die Verteilung der Stimmen reicht von drei bis sechs pro Bundesland, wodurch kleinere Länder im Verhältnis zur Einwohnerzahl stärker vertreten sind. Dieser Mechanismus sichert allen Regionen Einfluss auf Bundesgesetze, unabhängig von ihrer Größe.
Der jährlich wechselnde Präsident stammt aus der Reihe der Ministerpräsidenten und übernimmt die Rolle des Staatsoberhaupts, wenn der Bundespräsident verhindert ist. Diese Regelung sorgt dafür, dass jedes Bundesland im Laufe der Zeit einmal den Vorsitz führt.
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