Zeche Ewald, Industriedenkmal in Herten, Deutschland.
Zeche Ewald ist ein ehemaliges Steinkohlebergwerk in Herten, Nordrhein-Westfalen, das architektonische Elemente aus drei unterschiedlichen Bauphasen zeigt, darunter einen Malakow-Turm von 1888 und ein Doppelbock-Fördergerüst von 1955. Auf dem Gelände stehen verschiedene Verwaltungs- und Betriebsgebäude sowie zwei Schächte mit ihren charakteristischen Fördertürmen, die Einblick in die Entwicklung der Fördertechnik im Ruhrgebiet geben.
Die Gründung erfolgte 1871 durch 21 Anteilseigner, unter ihnen der Unternehmer Ewald Hilger, der dem Bergwerk seinen Namen gab. In den folgenden Jahrzehnten entwickelte sich die Anlage zu einem der leistungsfähigsten Bergwerke im Ruhrgebiet und beschäftigte zeitweise bis zu 4000 Bergleute.
Der Name Ewald ehrt einen der Gründer, den Unternehmer Ewald Hilger, der 1871 zu den 21 Anteilseignern zählte. Heute erinnern die erhaltenen Gebäude und Förderanlagen an die lange Bergbautradition des Ruhrgebiets und ziehen Besucher an, die das industrielle Erbe der Region erkunden möchten.
Das ehemalige Lohnhallen- und Lichtgebäude beherbergt heute das Besucherzentrum Hoheward der RVR, das eine interaktive Ausstellung zu Energie, Jahreszeiten, Planeten und dem Horizontobservatorium präsentiert. Der Zugang ist über ausgewiesene Wege möglich, die das Gelände zugänglich machen und Orientierung zwischen den verschiedenen Gebäuden und Fördertürmen bieten.
Im Jahr 1986 wurde das 40 Meter hohe Fördergerüst über Schacht 2 gedreht, um die Materialhandhabung zu verbessern. Durch diese technische Anpassung wurde die Seilscheibe fortan aus südlicher Richtung gezogen, was die Effizienz der Förderung steigerte.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.