Glashaus, Kulturzentrum in Herten, Deutschland
Das Glashaus ist ein Kulturzentrum in Herten, entworfen vom Tübinger Büro LOG-ID/Dieter Schempp, mit einer 13 Meter hohen Glasrotunde, deren Galerien bei Veranstaltungen als Zuschauerlogen dienen. Der Bau passt sich der Umgebung an: glatte Fassaden an der Hermannstraße, Formen der Nachbarhäuser am Jakobsplatz. Es beherbergt die Stadtbibliothek auf über 2.000 m² und multifunktionale Räume für 120 bis 350 Personen.
Die Idee stammte von dem Ehrenbürger Karl Ludwig Schweisfurth, der der Stadt 1 Mio. DM für die Planung zur Verfügung stellte. Der erste Spatenstich erfolgte im November 1991; die Stadtbücherei eröffnete im Mai 1994, das Gesamthaus vier Monate später. Die Baukosten betrugen 25,7 Mio. DM (13,14 Mio. EUR).
Den Namen gibt dem Glashaus die 13 Meter hohe Glasrotunde, die das Gebäude durchzieht. Bei Veranstaltungen dienen ihre Galerien als Zuschauerlogen; in der Kinder- und Jugendbücherei lassen sich die Regale zur Seite rollen, um Platz für Gruppen zu schaffen. Die Idee stammt von dem Ehrenbürger Karl Ludwig Schweisfurth, der Kommunikation und Bildung statt Konsum in den Mittelpunkt stellen wollte.
Das Glashaus liegt in der Hertener Fußgängerzone, mit Haupteingang an der Hermannstraße und einer Fassade am Jakobsplatz. Die Glasrotunde verbindet die Ebenen: Die Stadtbibliothek umfasst über 2.000 m², die Veranstaltungsräume fassen je nach Bestuhlung 120 bis 350 Personen. Bei Veranstaltungen dienen die Galerien der Rotunde als Zuschauerlogen.
Das Klimasystem nutzt die 13 Meter hohe Glasrotunde als passiven Solarkollektor: Im Winter strömt die zwischen Decke und Glasdach erwärmte Luft in die Bibliothek, während die verbrauchte Luft durch die Rotunde geleitet wird, wo subtropische Pflanzen sie mit Sauerstoff anreichern und von Schadstoffen säubern. Computer und Sensoren steuern die Anlage, die rund 30 % Energie gegenüber herkömmlichen Systemen einspart.
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