Vestisches Museum, Regionalgeschichtliches Museum in Recklinghausen, Deutschland.
Das Vestische Museum war in einem ehemaligen Verwaltungsgebäude an der Hohenzollernstraße 12 untergebracht und zeigte auf knapp 1000 m² Ausstellungsfläche christliche Kunst aus dem Vest Recklinghausen, Ausschnitte aus der Stadt- und Landesgeschichte, die Alltagskultur der Bergmannsfamilien und eine Sammlung naiver Kunst. Im Jahr 2010 schloss die Stadt Recklinghausen das Museum.
Das Museum ging aus der heimatkundlichen Sammlung des 1890 gegründeten Orts- und Heimatvereins Recklinghausen hervor. 1922 wurde daraus ein öffentliches Museum, getragen von allen Gemeinden des Vestes Recklinghausen. 1937 wurden 37 Gemälde und Graphiken, darunter Werke von Käthe Kollwitz, Otto Pankok und Christian Rohlfs, als „entartete Kunst“ ausgesondert. Ein Bombenangriff am 6. November 1944 vernichtete den größten Teil der Ausstellung und des Depots. 2010 schloss die Stadt das Museum.
Das Museum zeigt regionale Kunstwerke und Objekte, die den Alltag der Menschen in dieser Gegend über Jahrhunderte hinweg widerspiegeln. Besucher können sehen, wie sich Handwerk, Kleidung und Lebensweisen der lokalen Bevölkerung verändert haben.
Das Museum wurde 2010 geschlossen; in der Hohenzollernstraße 12 ist keine Ausstellung mehr zu besichtigen. Im Gebäude sind heute das Institut für Stadtgeschichte und das Stadt- und Vestische Archiv untergebracht, die dort eine neu gestaltete stadtgeschichtliche Ausstellung zeigen. Die Sammlung naiver Kunst ist der Öffentlichkeit nicht zugänglich.
Die bekannteste Sammlung des Museums war eine Sammlung naiver Kunst, die Thomas Grochowiak als Leiter zwischen 1954 und 1980 aufbaute und die 2003 durch eine Schenkung von Marianne Kühn erweitert wurde. Seit der Schließung des Museums im Jahr 2010 ist diese Sammlung nicht mehr öffentlich zugänglich.
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