Engelsburg, Architekturdenkmal in Recklinghausen, Deutschland.
Die Engelsburg ist ein barocker, hufeisenförmiger Residenzbau, der um 1701 begonnen wurde: ein zweigeschossiges Herrenhaus mit elf Fensterachsen und ein östlicher Wirtschaftstrakt, im Winkel verbunden durch einen rechteckigen Turm mit welscher Haube. Das Rundbogenportal wird von Pilastern und Rosetten unter einem gesprengten Giebel flankiert, der Bogen trägt das Chronogramm MDCCI. Der 1712 bis 1715 erbaute Westflügel bezieht den mittelalterlichen Stephansturm ein und umschließt einen rechteckigen Innenhof.
Clamor Constantin Münch, kurkölnischer Statthalter und Richter, ließ sich um 1701 einen Wohnsitz errichten, finanziert durch den Verkauf von Haus Wilbring 1695. 1712 kaufte er einen Teil der mittelalterlichen Stadtmauer und ließ den Wachturm Stephansturm in den bis 1715 erbauten Westflügel integrieren. 1802 richtete Herzog Ludwig-Engelbert von Arenberg hier seinen Verwaltungssitz ein; 1904 wurde die Engelsburg an eine Kasino-Gesellschaft verkauft, und von 1923 bis 1925 besetzten französische Truppen das Gebäude während der Ruhrbesetzung.
Der Name Engelsburg ist nicht mittelalterlich, sondern entstand für die 1904 gegründete Kasino-Gesellschaft; zuvor hieß das Haus nach der Familie Biesten Bissinghus. Der Gartensaal, auch Kaminzimmer genannt, bewahrt eine barocke Stuckdecke und einen Steinkamin mit dem arenbergischen Wappen und drei goldenen Mispelblüten; am 21. August 2005 benannten und segneten Kardinal Camillo Ruini und Propst Heinrich Westhoff ihn nach Papst Benedikt XVI.
Der Zugang erfolgt in der Regel durch organisierte Führungen, die Einblick in die Architektur und Geschichte geben. Es empfiehlt sich, vorab Informationen zu Öffnungszeiten und Besuchsbedingungen einzuholen, da das Gebäude nicht durchgehend offen steht.
Der Gartensaal, auch Kaminzimmer genannt, bewahrt eine barocke Stuckdecke und einen Steinkamin mit dem arenbergischen Wappen, drei goldene Mispelblüten auf rotem Grund; vermutlich trug er zuvor das kurkölnische Wappen. Am 21. August 2005 benannten Kardinal Camillo Ruini und Propst Heinrich Westhoff den denkmalgeschützten Raum nach Papst Benedikt XVI. und segneten ihn.
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