Blauer Turm, Industrieller Forschungsturm in Herten, Deutschland
Der Blaue Turm in Herten ist ein Syntheseturm mit Stahlskelett, das von einer blauen Netzhülle umgeben ist; seinen Namen verdankt er der blauen Farbe des wasserstoffreichen Gases, das er erzeugen sollte. Geplant als 10-Megawatt-Pilotanlage auf dem Gelände der ehemaligen Zeche Ewald, sollte er nachwachsende Rohstoffe, Wirtschaftsdünger oder biogene Abfälle durch gestufte Reformierung in ein brennbares Gas umwandeln. Mit der Insolvenz des Hauptinvestors Solar Millennium AG wurden die Bauarbeiten 2011 eingestellt.
Das von der Dr. Mühlen GmbH & Co. KG patentierte Verfahren wurde von 2001 bis zur Demontage 2006 in einer Pilotanlage mit einem Megawatt Leistung in Herten angewandt. Eine Nachfolgeanlage mit 10 Megawatt, offiziell „Blauer Turm“ genannt, sollte auf dem Gelände der ehemaligen Zeche Ewald entstehen; das Land Nordrhein-Westfalen förderte sie mit 7,1 Millionen Euro, von denen bis zum Projektstop 2011 etwa 3 Millionen ausgezahlt wurden. Der Abbruch folgte auf die Insolvenz der Solar Millennium AG, Mehrheitseignerin der Blue Tower GmbH.
Der Name „Blauer Turm“ bezog sich sowohl auf die Farbe des entstehenden Synthetic Natural Gas mit hohem Wasserstoffanteil als auch auf die Verkleidung des Stahlskelettes um den Reforming-Turm, der in Projektdarstellungen nachts blau beleuchtet abgebildet wurde. Das Land Nordrhein-Westfalen förderte das Projekt mit 7,1 Millionen Euro, von denen bis zum Projektstop etwa 3 Millionen Euro ausgezahlt wurden.
Der Blaue Turm wurde nie fertiggestellt: Die für das Gelände der ehemaligen Zeche Ewald geplante Nachfolgeanlage mit 10 Megawatt wurde 2011 nach der Insolvenz des Hauptinvestors Solar Millennium AG abgebrochen. Von den 7,1 Millionen Euro Landesförderung waren rund 3 Millionen ausgezahlt. Die Pilotanlage mit einem Megawatt war bereits 2006 demontiert worden; ein Turm ist heute nicht zu besichtigen.
Der Name „Blauer Turm“ bezog sich sowohl auf die blaue Farbe des erzeugten, wasserstoffreichen Synthetic Natural Gas als auch auf die Verkleidung des Stahlskeletts um den Reforming-Turm, der in Projektdarstellungen nachts blau beleuchtet abgebildet wurde. Die Nachfolgeanlage auf dem Gelände der ehemaligen Zeche Ewald war mit 10 Megawatt Leistung geplant, zehnmal so viel wie die erste Pilotanlage.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 93.362 Mitwirkenden weltweit.