St. Maria in Lyskirchen, Romanische Pfarrkirche in Altstadt-Süd, Deutschland
St. Maria Lyskirchen ist eine romanische Pfarrkirche in der Kölner Altstadt mit einem einschiffigen Langhaus und eingezogenem Chor. Das Innere besticht durch Deckenmalereien und Wandmalereien aus dem 13. Jahrhundert sowie spätgotische Glasfragmente und zeitgenössische Glaskunstwerke im Chor.
Der Bau entstand zwischen 1210 und 1220 und ist damit die einzige der zwölf Romanischen Kirchen Kölns, die als Pfarrkirche konzipiert wurde. Als eines der wenigen großen Sakralgebäude der Stadt überstand das Bauwerk die Zerstörungen des Zweiten Weltkriegs ohne wesentliche Beschädigungen.
Die Kirche zeigt an ihren Wänden eine vollständige typologische Bilderserie, die Geschichten aus dem Alten und Neuen Testament miteinander verbindet. Diese Form der visuellen Bibelerzählung war im Mittelalter eine wichtige Methode, um religiöse Inhalte an die Gläubigen zu vermitteln.
Die Kirche sitzt am Rheinufer zwischen Deutz- und Severinbrücke und ist mit kostenlosen Besuchsmöglichkeiten ein offener Anlaufpunkt. Der Zugang erfolgt am einfachsten zu Fuß von der Straßenbahnhaltestelle Heumarkt oder über die angrenzenden Straßen der Altstadt.
Die Kirche bewahrt ihre ursprüngliche Innenausstattung aus dem 13. Jahrhundert und zeigt Deckenmalereien, die selten in anderen Kölner Kirchen zu sehen sind. Diese Erhaltung macht sie zu einem besonders wertvollen Zeugnis der mittelalterlichen Kunsttradition der Stadt.
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