Ruhla, Bergbaugemeinde in Wartburgkreis, Deutschland.
Ruhla ist eine Gemeinde in Wartburgkreis, die sich in den Wäldern Thüringens auf etwa 440 Metern Höhe erstreckt und die Stadtteile Thal und Kittelsthal umfasst. Der Mini-a-thür Park zeigt 120 Modelle thüringischer Baudenkmäler in Miniaturform und vermittelt einen Überblick über die regionale Architektur.
Ruhla entstand als Bergbaugemeinde und wurde während des Kaiserreichs zwischen dem Großherzogtum Sachsen-Weimar-Eisenach und dem Herzogtum Sachsen-Coburg und Gotha aufgeteilt. Diese politische Teilung prägte die Entwicklung des Ortes über Generationen hinweg.
Die Kirche St. Concordia von 1660 prägt das Ortsbild mit ihrer ungewöhnlichen Form: zwei Kirchenschiffe treffen sich im rechten Winkel, eine Bauweise, die es in Deutschland nur achtmal gibt. Diese Anordnung ermöglichte es damals, zwei konfessionelle Gemeinden unter einem Dach zu vereinen.
Besucher sollten das Mini-a-thür Freilichtmuseum einplanen, um mit Ruhe durch die miniaturisierten Gebäude und Denkmäler zu spazieren. Die beste Jahreszeit für einen Besuch ist der Frühling bis Herbst, wenn die Außenanlage bei angenehmen Temperaturen erkundbar ist.
In den 1960er Jahren beschäftigte der Ort einen Gemeindehirten, der die Viehherden täglich an einem festen Platz sammelte und wieder austeilte. Diese Tradition der organisierten Viehhaltung ist heute völlig verschwunden und erzählt von einer anderen Lebensweise.
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