Bauhaus-Wohnanlage, Wohnkomplex in Ruhla, Deutschland
Die Wohnanlage Altensteiner Straße ist ein Wohnkomplex aus sechs verbundenen Baugruppen, die in die steile Hanglage des Dornsen-Berges in Ruhla eingebunden sind. Die Anlage umfasst insgesamt 55 Wohneinheiten mit jeweils zwei Zimmern, einer Küche und gemeinsamen Badanlagen im Dachgeschoss.
Das Wohnensemble entstand zwischen 1926 und 1928 unter Architekten Thilo Schoder und verwendete von Erik Dorst entwickelte industriell vorgefertigte Bauteile. Während der Zeit des Nationalsozialismus wurden die ursprünglichen Flachdächer durch Satteldächer ersetzt, später aber 2002 in die ursprüngliche Form zurückversetzt.
Die Wohnanlage führte Balkone in Arbeiterwohnungen ein, eine Ausstattung, die vorher nur den Villen von Fabrikbesitzern vorbehalten war. Diese Neuerung veränderte das Aussehen und die Lebensqualität der Wohngebäude in dieser Industriestadt.
Die Anlage liegt an einem steilen Hang und ist daher über Treppenauf und -abgänge erreichbar, was Ausdauer beim Erkunden erfordert. Ein Spaziergang durch die verbundenen Blöcke bietet verschiedene Blickpunkte auf die Architektur und das umliegende Gelände.
Die Konstruktion verwendete industriell vorgefertigte Komponenten, was für Wohngebäude seiner Zeit ungewöhnlich war und Bauzeit sowie Kosten sparte. Diese Bauweise war ein früher Ansatz zum Bauen mit standardisierten Teilen, lange vor modernen Fertigbaumethoden.
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