Gerberstein, Granitgipfel im Thüringer Wald, Thüringen, Deutschland
Der Gerberstein ist eine 728,5 Meter hohe Granitformation im Thüringer Wald und einer der höchsten Berge des Wartburgkreises. Auf dem Gipfel liegt eine Aussichtskanzel mit Blick über das Werratal und die Rhön. Der Granit gehört zum Hauptgranit des Ruhlaer Sattels, der bei der saxonischen Bruchschollentektonik der Verwitterung am besten widerstand.
Der Berg war einer der ältesten dokumentierten Berge des Thüringer Waldes und hat möglicherweise Reste einer mittelalterlichen Burg auf seinem Gipfel. Die genaue Geschichte dieser Struktur ist heute schwer nachzuvollziehen, aber lokale Überlieferungen sprechen von alten Befestigungen.
Der Name Gerberstein geht auf die mittelalterlichen Formen Gervuenestein (933) und Gerwinestein (1014) zurück, die in Grenzbeschreibungen der Mark Breitungen und der Mark Lupnitz erscheinen. Der Gipfel lag im Jagdgebiet der Ludowinger, als hier noch Braunbären als Jagdwild lebten. Eine Schautafel am Hauptzugangsweg weist auf den Schutz als Flächennaturdenkmal seit 1940 hin.
Verschiedene markierte Wanderwege führen von unterschiedlichen Startpunkten zum Gipfel hinauf, und die nahegelegene Stadt Ruhla bietet Übernachtung und Verpflegung an. Es ist ratsam, festes Schuhwerk zu tragen und auf das Wetter zu achten, da der Gipfel allen Bedingungen ausgesetzt ist.
Der Name des Berges ist früher schriftlich belegt als der jedes anderen Gipfels des Thüringer-Wald-Kamms: Eine Grenzbeschreibung der Mark Breitungen von 933 nennt ihn Gervuenestein, 1014 erscheint er als Gerwinestein in einer Beschreibung der Mark Lupnitz. Eine Schautafel am Hauptzugangsweg informiert, dass der Gipfel seit 1940 als Flächennaturdenkmal geschützt ist.
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