Teufelsberg, Ehemalige Abhörstation des Kalten Krieges in Grunewald, Deutschland.
Der Teufelsberg ist ein 120 Meter hoher künstlicher Hügel im Grunewald im Westen Berlins, aufgeschüttet aus Kriegsschutt über dem unvollendeten Rohbau der von Albert Speer entworfenen Wehrtechnischen Fakultät. Auf und um die ehemalige Abhörstation auf dem Gipfel stehen fünf hellgraue Radarkuppeln mit sechseckigem Plattenmuster: die größte krönt einen offenen Gitterturm, zwei stehen nebeneinander auf einem blau-grauen Block, zwei kleinere weiter links.
Der Hügel wurde nach 1945 aufgeschüttet und bedeckt die Ruinen eines unvollendeten nationalsozialistischen Militärkomplexes, den die Alliierten nicht abreißen konnten. In den 1960er Jahren entstand hier eine Abhörstation des Kalten Krieges.
Die verlassenen Gebäude und Radiokuppeln sind zu einer offenen Galerie geworden, in der Künstler ihre Wandmalereien und Street-Art-Werke präsentieren.
Der Zugang zur Kuppe ist täglich möglich, und man kann die Strecke zu Fuß oder mit dem Fahrrad bewältigen. Es empfiehlt sich, festes Schuhwerk zu tragen, da der Weg teils steil ist und der Untergrund uneben sein kann.
Die 1955 am Hang errichtete Skisprunganlage wurde 1962 mit 5.000 Sitzplätzen erweitert, doch 1969 wurde ihr Betrieb eingestellt, weil sie den Empfang der Abhörstation störte; 1999 wurde sie abgebaut.
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