Corbusierhaus, Wohnhochhaus in Westend, Deutschland
Die Unité d'Habitation Berlin ist ein Wohnhochhaus aus Sichtbeton in Westend, Deutschland, und wurde nach Plänen des Schweizer Architekten Le Corbusier errichtet. Das Gebäude erhebt sich auf 17 Geschossen und gliedert sich in wiederkehrende Wohnzellen, die horizontal entlang der Fassade angeordnet sind.
Le Corbusier plante das Gebäude für die Internationale Bauausstellung, um die Wohnungsnot nach dem Zweiten Weltkrieg zu lindern, und stellte es 1958 fertig. Die Anlage wurde drei Jahrzehnte später in Eigentumswohnungen umgewandelt, wodurch ihre langfristige Erhaltung gesichert werden konnte.
Die Bezeichnung bezieht sich auf Corbusiers Konzept einer vertikalen Wohnstraße, in der Nachbarn sich in gemeinsamen Fluren und Dachflächen begegnen. Bewohner nutzen heute noch die ursprünglich geplanten Gemeinschaftsräume im Erdgeschoss sowie auf dem Dach.
Der Komplex kann von außen jederzeit besichtigt werden, während die inneren Gemeinschaftsbereiche nur Bewohnern und geladenen Gästen zugänglich sind. Besuchern bietet sich vom angrenzenden Olympiapark aus eine gute Sicht auf die gesamte Fassade und Dachterrasse.
Jede der Wohnungen erstreckt sich über zwei Etagen mit einer inneren Galerie, die dem Raum ein weitläufiges Gefühl verleiht. Auf dem Dach befinden sich ein Kindergarten und Freiflächen, die ursprünglich für gemeinschaftliches Leben geplant waren.
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