Bonhoeffer-Haus, Literaturmuseum und Gedenkstätte in Charlottenburg, Deutschland.
Das Bonhoeffer-Haus in der Marienburger Allee 43 in Berlin-Charlottenburg ist ein zweigeschossiges Haus mit hohem Walmdach, entworfen von Jörg Schleicher. Die Gartenfassade ist streng symmetrisch, die Straßenfront asymmetrisch mit gegeneinander verschobenen Achsen. Die Fenster sind viergeteilte Sprossenfenster mit Klappläden. Im Inneren erschließt eine zentrale Diele die ehemaligen Wohnräume; im Obergeschoss wurde Dietrich Bonhoeffers Studierzimmer weitgehend originalgetreu zurückversetzt.
Das Haus in der Marienburger Allee 43 wurde nach Entwürfen des Architekten Jörg Schleicher als Alterswohnsitz für Karl Bonhoeffer und seine Frau Paula von Hase errichtet; 1935 zog die Familie ein. In Dietrich Bonhoeffers Dachgeschoss-Studienzimmer entstanden Teile der „Ethik“ und „Nach zehn Jahren“, und im Haus fanden konspirative Treffen des Widerstands statt. Am 5. April 1943 verhaftete die Gestapo Dietrich Bonhoeffer hier. 1951 erwarb die Evangelische Landeskirche das Haus; nach Nutzung als Studentenzentrum und selbstverwaltetem Wohnheim wurde es 1984 bis 1987 umgebaut und am 1. Juni 1987 als Erinnerungs- und Begegnungsstätte eröffnet.
Der Name des Hauses ehrt Dietrich Bonhoeffer, einen Theologen, dessen Denken hier sichtbar wird durch erhaltene Bücher und handschriftliche Notizen. Die Räume zeigen, wie religiöse Überzeugung und politisches Handeln in diesem Haushalt miteinander verbunden waren.
Der Besuch funktioniert am besten mit Vorankündigung, besonders wenn man an einer Führung teilnehmen möchte. Das Haus liegt in einem ruhigen Wohnviertel, das zu Fuß erreichbar ist und in der Nähe weitere Museen bietet.
Im oberen Geschoss bleibt Bonhoeffers Arbeitszimmer unverändert, mit Schreibtisch und Bücherregalen so angeordnet wie er sie selbst nutzte. Dies macht den Raum zu einem intimen Fenster in sein tägliches Leben und seine intellektuelle Arbeit.
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