Kernkraftwerk Greifswald, Kernkraftwerk in Lubmin und Rubenow, Deutschland.
Die Anlage bei Lubmin und Rubenow besteht aus fünf Reaktorblöcken die über ein weitläufiges Industriegelände an der Ostseeküste verteilt sind. Die Gebäude und technischen Einrichtungen erstrecken sich über mehrere Hektar mit Kühltürmen und Verwaltungsbauten die heute für Rückbauarbeiten genutzt werden.
Die fünf Reaktoren nahmen zwischen 1973 und 1989 ihren Betrieb auf und versorgten Teile der DDR mit Strom bis zur politischen Wende. Nach der Wiedervereinigung wurden alle Einheiten bis Ende 1990 abgeschaltet und der mehrstufige Rückbau begann in den folgenden Jahren.
Der Name stammt von der nahegelegenen Hansestadt ab und zeigt wie industrielle Anlagen oft nach regionalen Ortschaften benannt werden. Heute dient das Gelände als Beispiel für den Energiewandel und zieht Besucher an die sich für Technikgeschichte und Rückbauprozesse interessieren.
Führungen durch bestimmte Bereiche vermitteln Einblicke in Sicherheitsverfahren und aktuelle Arbeiten wobei Schutzkleidung je nach Bereich erforderlich sein kann. Informationen zu Besuchsmöglichkeiten sollten im Voraus eingeholt werden da nicht alle Zonen frei zugänglich sind.
Ein Reaktorblock wurde noch vor der vollständigen Fertigstellung gestoppt und nie ans Netz angeschlossen was ihn zu einem besonderen Fall im Rückbauprozess macht. Die Arbeiten am Standort gelten als Referenzprojekt für ähnliche Vorhaben in anderen Ländern und ziehen Fachleute aus aller Welt an.
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