Karwendel, Gebirgskette zwischen Isar und Inn, Österreich und Deutschland
Der Karwendel ist ein Gebirgsabschnitt in den Nördlichen Kalkalpen, der sich zwischen dem Isartal im Norden und dem Inntal im Süden erstreckt. Die aus Sedimentgestein aufgebauten Gipfel zeichnen sich durch steile, helle Felsflanken und tief eingeschnittene Täler aus.
Die Bezeichnung Karwendel stammt vom althochdeutschen Familiennamen Gerwendil ab, der erstmals im Jahr 1280 in einer Urkunde erwähnt wurde. Im 19. Jahrhundert verwendete der Alpenforscher Hermann von Barth den Begriff für das gesamte Gebirge und verhalf ihm so zur heutigen Verbreitung.
Auf der österreichischen Seite liegen mehrere Almen, die im Sommer für Wanderer bewirtschaftet werden und Gelegenheit zum Einkehren bieten. Die Wälder am Fuß der Kalkwände ziehen sich über steile Hänge und schaffen einen Kontrast zwischen lichtem Gestein und dunklem Grün.
Von Mittenwald, Scharnitz, Seefeld, Pertisau und Hall aus führen Wanderwege und Forststraßen in die Täler und zu den Gipfeln hinauf. Im Hochsommer lässt sich das Gebiet am besten begehen, da Schneefelder und Lawinen im Frühling die Anstiege erschweren können.
Am Großen Ahornboden im Risstal wachsen über 2000 Bergahorne, viele davon älter als ein Jahrhundert, was diesen Ort zum größten zusammenhängenden Ahornbestand der Alpen macht. Die Bäume stehen verstreut auf einer breiten Talsohle und bilden im Herbst ein leuchtendes Farbspektakel.
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