Theater im OP, Universitätstheater in Göttingen, Deutschland
Theater im OP ist ein Aufführungshaus an der Universität Göttingen, das in einem früheren Operationssaal des Universitätsklinikums untergebracht ist. Der Raum hat zwei längliche Zuschauerrangtribünen, die sich gegenüber liegen und eine intime Spielfläche dazwischen schaffen.
Das Theater im OP wurde 1984 von der dramaturgischen Abteilung des Seminars für Deutsche Philologie gegründet. Es liegt in einem Annex der 1889–1891 erbauten ehemaligen Chirurgischen Klinik, deren akademischer Schauoperationssaal dem Theater seinen Namen gab. Von Oktober 2014 bis März 2016 zwang ein Dachschaden das Ensemble, auf Ausweichspielstätten wie das Deutsche Theater und das Junge Theater Göttingen auszuweichen.
Das Haus wurde von Studierenden und Lehrenden für Inszenierungen entwickelt und zeigt jährlich eine Reihe neuer Produktionen. Die Gemeinschaft nutzt den Raum intensiv, um Bühnenerfahrung zu sammeln und künstlerische Projekte zu verwirklichen.
Die Bühneneebene ist per Aufzug erreichbar, die südliche Galerie jedoch nicht; das Team sucht nach Möglichkeiten, allen den Besuch zu ermöglichen. Der frühere Operationssaal der Notaufnahme unter der Hauptbühne dient als Probebühne und ist auf 30 Personen begrenzt; er ist über Rampen rollstuhlgerecht zugänglich. Ein separater Treppenaufgang für das Publikum ist an der Südwestseite des Gebäudes angebaut. Die meisten Stücke sind auf Deutsch, einmal jährlich gibt es eine englischsprachige Produktion.
Das Gebäude war ursprünglich ein medizinischer Unterrichtsraum, was den Produktionen ein ungewöhnliches räumliches Konzept verlieh. Die gegenüberliegenden Zuschauerblöcke ermöglichen eine Theaterform, die auf gegenseitiger Aufmerksamkeit basiert.
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