Nikolaikirche, Gotische Kirche in Leipzig, Deutschland
Die Nikolaikirche ist ein gotisches Gotteshaus in Leipzig, das durch seinen 75 Meter hohen Turm aus Naturstein weithin sichtbar bleibt. Ihr Inneres zeigt ein neoklassizistisches Erscheinungsbild mit hohen Säulen und zurückhaltender Ornamentik, das die ursprüngliche gotische Struktur mit barocken Anpassungen verbindet.
Der Bau begann im Jahr 1165, nachdem Leipzig Stadtrechte erhalten hatte, und die Kirche entwickelte sich zu einem Mittelpunkt des städtischen Lebens. Im frühen 16. Jahrhundert erhielt sie ihre gotische Gestalt, die durch spätere Umbauten bis ins 18. Jahrhundert ergänzt wurde.
Der Name stammt vom heiligen Nikolaus, dem Schutzpatron der Kaufleute und Reisenden, was die Bedeutung Leipzigs als Handelsstadt unterstreicht. Heute versammeln sich hier Gemeindeglieder und Besucher zu Gottesdiensten, die oft von Orgelmusik begleitet werden.
Die Kirche liegt im Zentrum der Stadt und ist zu Fuß von den meisten Punkten in der Innenstadt leicht zu erreichen. Führungen finden an mehreren Tagen in der Woche statt und ermöglichen Besuchern, das Innere und den Turm genauer kennenzulernen.
Im Herbst 1989 begannen hier die Montagsgebete, die zu friedlichen Demonstrationen führten und den Wandel in Ostdeutschland mitprägten. Diese Zusammenkünfte verbanden Gottesdienst mit dem Wunsch nach politischer Veränderung und zogen Tausende von Menschen an.
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