Königsbau, Kulturdenkmal in Goethestrasse 1, Leipzig, Deutschland
Der Königsbau an der Goethestraße 1 nimmt am Augustusplatz eine Grundfläche von etwa 40 mal 30 Metern ein. Seine fünfgeschossige Sandsteinfassade im Stil des Historismus wird durch ionische Säulen gegliedert, mit trapezförmig ausgestellten Fenstern in den unteren Geschossen und einer doppelten Fensterreihe über einer Scheinbalustrade. Sieben rundbogige Zwerchgiebel krönen das Dach, und die erste Achse des Erdgeschosses ist als Durchgang zur Grimmaischen Straße geöffnet.
Die Königsbau AG, im Eigentum der Familie Bamberger, beauftragte die Leipziger Architekten August Hermann Schmidt und Arthur Johlige mit einem Kaufhausneubau am Augustusplatz. Bamberger & Hertz eröffnete sein „Spezialhaus für Herren-, Knaben- und Sportbekleidung“ am 18. Oktober 1911, fertig war der Gesamtbau erst im April 1913. Nach dem Novemberpogrom 1938 enteignet, wurde das Haus bis 1949 wiederaufgebaut und von 1998 bis 2000 entkernt und innen neu aufgebaut.
Der Name Königsbau geht auf die Königsbau AG zurück, die Baugesellschaft der Familie Bamberger. Im Erdgeschoss zur Grimmaischen Straße betrieb Blumen-Hanisch über 40 Jahre lang ein Blumengeschäft, sodass sich die Leipziger „bei Blumen-Hanisch“ verabredeten. Auch das vom Konditormeister Otto Kuttert gegründete und 1926 von Ernst Fischer übernommene Konzertcafé Corso gehörte zu den Mietern.
Der Königsbau steht an der Ecke Goethestraße 1 und Grimmaische Straße direkt am Augustusplatz, wenige Gehminuten vom Hauptbahnhof und von Straßenbahnhaltestellen entfernt. Die erste Achse des Erdgeschosses parallel zur Grimmaischen Straße ist als Durchgang geöffnet, sodass Fußgänger das Gebäude queren können. Die Sandsteinfassade ist am besten von der Platzseite aus zu sehen.
Die Sandsteinfassade steht unter Denkmalschutz, doch das Gebäude wurde zwischen 1998 und 2000 entkernt und innen neu aufgebaut, als die Alte Leipziger Versicherung wieder Eigentümerin war. Der Durchgang im Erdgeschoss, auf der zur Grimmaischen Straße parallelen Achse, lässt Fußgänger die Hausecke passieren.
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