Demokratieglocke, Bronzedenkmal am Augustusplatz, Leipzig, Deutschland.
Die Demokratieglocke ist eine bronzene Glocke in Ei-Form auf dem Augustusplatz in Leipzig, die von einem Granitring umgeben ist. Sie steht auf einem soliden Fundament und ihre polierte Oberfläche spiegelt das Licht der Umgebung.
Das Denkmal wurde 2009 errichtet, zwanzig Jahre nach den Montagsdemonstrationen von 1989, die zum Ende der DDR beitrugen. Diese friedlichen Kundgebungen auf dem Augustusplatz gelten als einer der Wendepunkte in der Geschichte der deutschen Wiedervereinigung.
Der Name "Demokratieglocke" verweist direkt auf die Montagsdemonstrationen, bei denen Menschen auf dem Augustusplatz für politische Veränderungen zusammenkamen. Am Sockel ist ein Gedicht eingraviert, das die Erinnerung an diese Versammlungen in Worte fasst.
Jeden Montag erklingt die Glocke am Abend zwölfmal zu Ehren der historischen Demonstrationen, während sie an anderen Tagen tagsüber zu zufälligen Zeiten läutet. Ein Besuch am Montagnachmittag bietet die Möglichkeit, sowohl den Klang als auch den belebten Platz um das Denkmal herum zu erleben.
Im Frühjahr 2013 hüllte eine Guerrilla-Kunstgruppe die Glocke ohne Vorankündigung in Wolle, sodass sie einem brütenden Huhn ähnelte. Diese Aktion zeigte, dass das Denkmal auch Jahrzehnte nach seiner Einweihung noch Reaktionen und Kreativität in der Öffentlichkeit auslöst.
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