Burg Neu-Fürstenberg, Mittelalterliche Burgruine in Vöhrenbach, Deutschland
Burgruine Neufürstenberg ist eine Burganlage in Vöhrenbach im Schwarzwald-Baar, deren markantestes Merkmal eine massive Schildmauer ist, die 15 Meter hoch und 3,5 Meter dick die westliche Seite schützte. Die Ruine liegt auf einem Felsvorsprung zwischen dem Breg-Fluss und dem Urach-Bachtal und besitzt keinen Bergfried wie typische mittelalterliche deutsche Burgen.
Die Burg wurde zwischen 1275 und 1350 von den Grafen von Fürstenberg-Haslach erbaut, um die Erzabbau-Operationen zu kontrollieren und die Straße zwischen Breisgau und Baar zu sichern. Die Festung fiel 1525 der Zerstörung zum Opfer, was das Ende ihrer Funktion als Kontrollpunkt in der Region markierte.
Die Zerstörung der Burg 1525 führte zu einer ungewöhnlichen Strafe: Die Bürger von Vöhrenbach mussten einen Esel in ihr Stadtwappen aufnehmen, ein Zeichen das bis ins 19. Jahrhundert erhalten blieb. Diese kuriose Auflage macht die Ruine zu einem besonderen Symbol der lokalen Geschichte.
Die Ruinen sind über einen kurzen Spaziergang ab der Breg-Brücke erreichbar und der Zugang ist kostenlos möglich. Der Ort lässt sich leicht zu Fuß erkunden, wobei die Lage zwischen den Flüssen orientierungshelfend wirkt.
Die Ruine zeichnet sich dadurch aus, dass sie aus einem Felsvorsprung zwischen zwei Wasserlläufen aufragt, eine Position die eine natürliche Verteidigungslinie bildete. Diese Lage zwischen Breg und Urach ermöglichte es, den Flussverkehr zu überwachen und gleichzeitig von Wasser aus schwer erreichbar zu sein.
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