Dinglingerhaus, Wohngebäude aus dem 18. Jahrhundert in Dresden, Deutschland.
Das Dinglingerhaus ist ein fünfteiliges, symmetrisch gestaltetes Wohngebäude mit drei vollständigen Geschossen und Mansardendach am Jüdenhof in Dresdes Altstadt. Die Fassade wird durch Pilaster geprägt, die sich vom Erdgeschoss bis zum Gesims erstrecken und ein zentrales Portal mit Prager Einflüssen zeigen.
Das Gebäude wurde zwischen 1711 und 1716 vom Architekten Matthäus Daniel Pöppelmann erbaut und nach seiner Fertigstellung vom Juwelier Georg Christoph Dinglinger erworben. Es ist ein Beispiel der frühen Barockarchitektur in Dresden aus dieser Zeit.
Das Haus zeigt im Inneren vier Wohnräume, die hintereinander angeordnet sind und die Vorlieben wohlhabender Dresdner Kaufleute der Barockzeit widerspiegeln. Diese Raumanordnung war typisch für die gehobene Wohnkultur dieser Epoche.
Das Gelände ist für Besucher zugänglich und bietet Blick auf die Originaldetails der Fassade und das zentrale Portal. Eine Besichtigung von außen erlaubt es, die architektonischen Merkmale zu erkennen und die Lage an einem wichtigen Platz im Stadtzentrum zu würdigen.
Archäologische Grabungen ab 2013 legten ursprüngliche Kellerelemente frei, die 2015-2016 bei der modernen Rekonstruktion wieder integriert wurden. Diese Funde halfen dabei, die ursprüngliche Struktur und das Erscheinungsbild des Hauses genauer zu verstehen.
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