Neptunbrunnen, Wasserbrunnen in Mitte, Deutschland.
Der Neptunbrunnen ist ein Brunnen in Mitte, in dem eine zentrale Figur des Gottes Neptun auf einer Muschel steht, flankiert von Tritonen und verschiedenen Meereslebewesen aus Bronze. Die gesamte Komposition zeigt aufwendige Details in den Gestalten und ihrer Anordnung um das Wasserbecken herum.
Der Brunnen aus Bronze und Granit wurde 1991 auf dem Bremer Domshof aufgestellt und stammt vom Bildhauer Waldemar Otto. 1990 stimmten die Bremer Einwohner über drei Entwürfe ab; finanziert wurde der Brunnen aus Spenden und Mitteln der Stiftung Wohnliche Stadt. Seit 2025 steht er als Teil des Ensembles „Platzanlage Domshof“ unter Denkmalschutz.
Die Bronzegruppe zeigt Neptun auf einem von zwei Pferden gezogenen Wagen, Triton, der in eine Muschel bläst, den greisen Nereus am Beckenrand und Proteus, halb von einem Halbzylinder verdeckt. 1990 wählten die Bremerinnen und Bremer diesen Entwurf in einer Abstimmung unter drei Vorschlägen und konnten ihre Meinung in einem Buch äußern.
Der Brunnen steht auf dem Domshof im Zentrum Bremens, zwischen Dom und Rathaus, und blickt zum Haus der Bürgerschaft. Sein Sockel erhebt sich drei Stufen über das umgebende Pflaster, und zwei Granitblöcke an den Längsseiten dienen als Bänke.
Die Bronzefiguren von Poseidon und Proteus sind hohle Schalen: von vorn wirken sie massiv, aus anderem Blickwinkel öffnen sie sich wie Schüsseln, und Poseidon lässt eine innere Struktur aus Metallstreben ähnlich einem Knochengerüst erkennen. Die beiden Pferde sprühen bisweilen Wasser aus ihren Nüstern.
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