Bremer Roland, Mittelalterliche Statue am Marktplatz, Bremen, Deutschland.
Der Bremer Roland misst 5,47 Meter in der Höhe und hält ein Schwert in der einen Hand, während die andere einen Schild mit kaiserlichem Adler trägt. Sein Sockel hebt die Gestalt über den Marktplatz, sodass sie weithin sichtbar neben dem Rathaus steht.
Steinmetze Claws Zeelleyher und Jacob Olde errichteten die Gestalt 1404 als Ersatz für eine hölzerne Vorgängerfigur, die 1366 von erzbischöflichen Truppen zerstört worden war. Die steinerne Ausführung sollte künftige Angriffe besser überdauern und das städtische Selbstverständnis dauerhaft sichtbar machen.
Die Gestalt verkörpert städtische Selbstverwaltung und Marktrecht, wobei Bremer glauben, ihre Unabhängigkeit bleibe gesichert, solange die Figur am Platz steht. Diese Überzeugung hat über Jahrhunderte hinweg das Verhältnis der Stadtbevölkerung zu ihrer steinernen Schutzfigur geprägt.
Die Gestalt steht auf dem zentralen Marktplatz direkt neben dem Rathaus und ist von allen Seiten frei zugänglich. Informationstafeln in mehreren Sprachen erläutern ihre Bedeutung für Besucher.
Während Napoleons Besetzung bewahrten Bremer Bürger die Gestalt, indem sie französische Truppen überzeugten, sie besitze geringen künstlerischen Wert und müsse daher nicht nach Paris geschafft werden. Diese List rettete das Monument vor dem Abtransport und möglichem Verlust.
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