Zum Jonas, Geschütztes Kulturdenkmal in Mitte, Bremen, Deutschland.
Zum Jonas ist das dreigeschossige Giebelhaus Am Markt 9, das 1963 nach Plänen von Bernhard Wessel für die Haake-Beck-Brauerei entstand, nachdem der Vorgängerbau im Krieg zerstört worden war. Seine steilen Satteldächer und die Fassade aus grauem Obernkirchener Sandstein stehen neben der Raths-Apotheke. Das rundbogige Renaissanceportal mit zwei weiblichen Musen blieb an alter Stelle erhalten, und der Relieffries von Paul Halbhuber von 1963 zeigt Speisen, Getränke, Musik und Kartenspiel.
Um 1600 entstand hier ein schlichtes dreigeschossiges Giebelhaus im Renaissancestil. Das später nach dem Kaufmann C.H.F. Kaune benannte Kaune-Haus beherbergte die bremische Consumptionskammer, die 1819 ins Neue Stadthaus verlegt wurde. 1886 wurden die Obergeschosse umgebaut; im Zweiten Weltkrieg zerstört, wurde die Ruine 1962 abgebrochen. Das heutige Gebäude entstand 1963 nach Plänen von Bernhard Wessel für die Haake-Beck-Brauerei.
Der Name Zum Jonas stammt vom Giebel-Wetterfisch: ein drehender Fisch Jonas über vier vergoldeten Quadraten mit Ankermotiv, gefertigt von der Goldschmiedin Erika Albrecht nach einem Entwurf von Paul Halbhuber. Er verweist auf den Propheten Jona, der vom großen Fisch verschlungen wurde, als Sinnbild der Gefahren auf hoher See. Heute beherbergt das Haus Beck’s Bistro mit Räumen wie der Kapitäns-, Raths- und Marktstube.
Das Gebäude steht an der Ostseite des Bremer Marktplatzes, rechts daneben das Deutsche Haus von 1951, links die viergeschossige Raths-Apotheke von 1958. Heute beherbergt es Beck's Bistro, das als Restaurant und Tagungslokal dient; das Innere sieht man also zu den Öffnungszeiten. Das erhaltene Renaissanceportal mit den zwei Musenfiguren steht noch an alter Stelle.
Der drehende Wetterfisch Jonas auf dem Giebel, ein vergoldeter Fisch, wurde von der Goldschmiedin Erika Albrecht nach einem Entwurf des Bildhauers Paul Halbhuber gefertigt; der biblische Prophet Jona, vom großen Fisch verschlungen, gab dem Haus seinen früheren Namen Zum Jonas. Halbhuber schuf zudem den Relieffries von 1963 mit Motiven von Speisen, Musik und Kartenspiel sowie die Bronzeplastik Der Trinker am Eingang zum Raths-Keller.
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