Stadtwaage, Renaissance-Waagenhaus in Langenstraße, Bremen.
Die Stadtwaage ist ein Renaissance-Bau aus rotem Backstein mit Sandsteinverzierungen, Muscheldekorationen über den Fenstern und Säulen, die von den Giebelkanten aufsteigen. Das Erdgeschoss nutzt ein Geldinstitut, während die oberen Ebenen für kulturelle Zwecke dienen.
Das Gebäude entstand zwischen 1586 und 1588 nach Entwürfen von Lüder von Bentheim als städtische Waage zur Überwachung des Handels und zur Steuererhebung. Seine Funktion prägte das Gesicht der Langenstraße während der Zeit des Bremer Handelswohlstands.
Das Gebäude beherbergt die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen und die Günter-Grass-Stiftung, die Konzerte, Vorträge und Ausstellungen veranstalten. Diese Nutzung macht es zu einem Ort der künstlerischen und literarischen Begegnung in der Altstadt.
Das Gebäude befindet sich an der Langenstraße 13 im Bremer Mitte-Viertel und ist daher leicht zu erreichen, wenn man die alte Innenstadt erkundet. Der Zugang zu den kulturellen Räumen ist während der Öffnungszeiten der dort ansässigen Institutionen möglich.
Fünf Sandstein-Reliefs von Ludwig Ahner-Siese zeigen Wäge-Szenen und dokumentieren damit noch heute die ursprüngliche Zweckbestimmung des Hauses. Diese künstlerischen Details verbinden die gegenwärtige kulturelle Nutzung visuell mit der handelsgeschichtlichen Vergangenheit.
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