Schopflocher Moor, Naturschutzgebiet in Lenningen und Bissingen an der Teck, Deutschland.
Schopflocher Moor ist ein Naturschutzgebiet in der Region Lenningen und Bissingen an der Teck mit Moorflächen, Wäldern und Wiesen. Das Gebiet wird durch ein Netzwerk von Holzstegen und Wanderwegen erschlossen, die verschiedene Landschaftsbereiche miteinander verbinden.
Das Torfmoor entstand, nachdem verwitterter Basalttuff eines Vulkanschlots des Schwäbischen Vulkans eine undurchlässige Tonschicht bildete und ein Maarsee verlandete. Der Torfabbau begann Ende des 18. Jahrhunderts; Christian Ludwig Glöckler ließ das Moor 1784 entwässern, gab die Bewirtschaftung aber 1790 auf. Der Schwäbische Albverein kaufte 1931 die ersten Flurstücke, 1942 wurde das Moor unter Naturschutz gestellt.
Das Naturschutzgebiet wird heute von Besuchern genutzt, die auf den Holzstegen spazieren und die offenen Moorflächen mit ihren speziellen Pflanzen beobachten. Diesen Raum zu durchqueren bedeutet, sich in einer landschaftlichen Besonderheit zu bewegen, die für die Region selten ist.
Das Gebiet ist über Parkplätze zugänglich, von denen aus verschiedene Wanderwege unterschiedlicher Länge beginnen. Die Holzstege ermöglichen sichere Bewegung über die moorigen Bereiche und bieten dabei einen besseren Blick auf die Umgebung.
Der Torf des Moores wuchs über rund 9.000 Jahre im Hochmoorstadium heran und bildet einen extrem nährstoffarmen, sauren Lebensraum mitten im basischen Kalkgestein der Schwäbischen Alb. Dieser Gegensatz von saurem Torf und alkalischem Fels prägt die besondere Vegetation des Gebiets.
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