Monopol-Siedlung, Denkmalgeschütztes Wohnensemble in Mariendorf, Deutschland.
Die Monopol-Siedlung ist ein Wohnkomplex in Berlin-Mariendorf mit Häusern zwischen der Ullstein- und Eisenacher Straße. Das Ensemble umfasst unterschiedliche Haustypen auf mehreren Straßenzügen und zeigt verschiedene Blickwinkel durch die nachbarschaftliche Anordnung.
Die Siedlung entstand zwischen 1922 und 1923 als Wohnraum für Angestellte der Reichsmonopolbehörde, die nach dem Ersten Weltkrieg Produktion und Verkauf von Spirituosen kontrollierte. Das Projekt stammt aus einer Zeit, in der neue Wohnformen für Arbeiter und Angestellte experimentell entwickelt wurden.
Die Siedlung folgt dem Konzept der Gartenstadt und zeigt expressionistische Architekturformen mit Doppelhäusern und Terrassenbebauung. Die Häuser sind so angeordnet, dass grüne Bereiche und Wohnstraßen zusammen einen durchdachten Wohnraum bilden.
Das Areal erstreckt sich über mehrere Straßen mit Hausnummern auf der Monopolstraße, dem Finkenweg, Lerchenweg, Schwalbenweg und der Ullsteinstraße. Einzelne Bereiche haben Verkehrsbeschränkungen, weshalb ein Besuch zu Fuß empfohlen wird, um die einzelnen Häuser und Gärten in Ruhe zu erkunden.
Jedes Haus besitzt sowohl einen verzierungen Vorgarten zur Straße hin als auch einen Nutzgarten dahinter, wo Bewohner ursprünglich Gemüse anbauten. Diese Zwei-Garten-Aufteilung zeigt, wie damals Wohnen und Selbstversorgung miteinander verbunden waren.
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