Großer Refraktor, Historisches Refraktorteleskop auf dem Telegrafenberg, Potsdam, Deutschland.
Der Große Refraktor Potsdam verfügt über zwei permanent verbundene Röhren mit Durchmessern von 80 cm und 50 cm, untergebracht in einer 21 Meter großen rotierenden Kuppel von etwa 200 Tonnen Gewicht.
1899 in Anwesenheit von Kaiser Wilhelm II. eingeweiht, ermöglichte dieses Teleskop Johannes Hartmanns bahnbrechende Entdeckung des interstellaren Mediums 1904 durch spektroskopische Beobachtungen von Kalziumlinien.
Seit 1983 als Baudenkmal anerkannt, repräsentiert der Große Refraktor Deutschlands bedeutende Beiträge zur astronomischen Forschung des späten 19. Jahrhunderts und internationale wissenschaftliche Zusammenarbeit.
Besucher können an Führungen und Beobachtungsabenden teilnehmen, die regelmäßig von der Wartungsgruppe organisiert werden, mit koordiniertem Zugang über den Albert-Einstein-Wissenschaftspark auf dem Telegrafenberg.
Dieses Instrument bleibt das viertgrößte Refraktorteleskop weltweit und beherbergt Tausende archivierte Fotoplatten, die für kontinuierliche softwaregesteuerte astronomische Forschung und historische Dokumentation verwendet werden.
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