Militärmedizinische Sektion an der Universität Greifswald, Militärmedizinische Ausbildungseinrichtung in Greifswald, Deutschland
Die Militärmedizinische Sektion war eine eigenständige Abteilung an der Ernst-Moritz-Arndt-Universität, die neben der regulären Medizinfakultät Militärärzte ausbildete. Sie bot Studienplätze in Medizin, Zahnmedizin und Pharmazie an und verband akademische Ausbildung mit militärischer Vorbereitung für angehende Offiziere.
Die Sektion wurde 1955 als Teil der Nationalen Volksarmee gegründet und nutzte Gebäude, die ursprünglich zwischen 1940 und 1941 als Luftwaffen-Lazarett mit 600 Betten errichtet worden waren. Sie blieb bis 1990 in Betrieb und prägte mehrere Generationen von Militärärzten.
Die Sektion war für ihre interdisziplinäre Ausbildung bekannt und zog Studierende an, die Medizin, Zahnmedizin oder Pharmazie mit militärischer Karriere verbinden wollten. Das Zusammenspiel zwischen zivilen und militärischen Lehrenden prägte das Lehrangebot und die Ausbildungskultur vor Ort.
Absolventen verließen die Sektion mit dem Rang eines Oberleutnants und waren für Positionen in militärischen Lazaretten und Sanitätsdiensten vorbereitet. Der Unterricht war praxisorientiert und kombiniertee regelmäßig theoretische Vorlesungen mit praktischer Ausbildung in angeschlossenen medizinischen Einrichtungen.
Die Sektion veröffentlichte seit 1959 das Journail für Militärmedizin, das Forschungen und medizinische Erkenntnisse aus der Ostdeutschen Armée dokumentierte. Diese Publikation war ein wichtiger Ort für den wissenschaftlichen Austausch zwischen Militärärzten und trug zur Entwicklung der medizinischen Praxis bei.
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