Universitätshauptgebäude, Universitätsverwaltungsgebäude in Greifswald, Deutschland
Das Hauptgebäude der Universität Greifswald ist eine dreigeschossige Struktur mit 23 Fensterachsen und Mansarddächern mit segmentgewölbten Dachgauben. Das Gebäude beherbergt Büros des Rektors, Verwaltungsabteilungen und Sitzungssäle an der Domstraße 11 im Zentrum der Stadt.
Herzog Ernst Ludwig von Pommern gab das erste eigenständige Universitätsgebäude in Auftrag; es wurde ab 1591 errichtet und 1597 eröffnet, die Bauarbeiten dauerten noch etwa 20 Jahre. Nachdem es baufällig geworden war, entwarf Andreas Mayer einen Neubau auf den Grundmauern, der zwischen 1747 und 1750 entstand und am 28. April 1750, dem Geburtstag König Friedrichs von Schweden, eingeweiht wurde.
Der einstige barocke Bibliothekssaal dient seit 1882 als Aula. Seine Galerie ruht auf 24 marmorierten ionischen Holzsäulen in zwölf Paaren; zwischen den Paaren stehen Hermen der neun Musen sowie von Apoll, Minerva und Merkur. Den plastischen Schmuck schuf der Stralsunder Bildhauer Jakob Freese, der Deckenstuck ist lediglich bemalt.
Das Gebäude befindet sich an der Domstraße 11 in der Altstadt, leicht zu Fuß zu erreichen und gut in die historische Stadtstruktur integriert. Besucher sollten beachten, dass es sich um ein aktives Verwaltungsgebäude handelt und nicht alle Bereiche öffentlich zugänglich sind.
Im Konzilsaal hängt eine Galerie mit 32 Porträts Greifswalder Rektoren und Dekane, die Wilhelm Titel zwischen 1831 und 1855 anfertigte. Im Treppenhaus zum Rektorat befinden sich ein Wappenstein des Herzogs Philipp I., 1551 von Paul van Hove geschaffen und vom Schloss Wolgast stammend, sowie eine Tafel aus weißem Marmor zur Einweihung des Gebäudes, die Jakob Freese 1751 herstellte.
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