Markt 11, Kulturdenkmal in Greifswald, Deutschland.
Markt 11 ist ein Giebel- und Speicherhaus an der Ostseite des Greifswalder Marktplatzes, Anfang des 15. Jahrhunderts zwischen älteren Brandmauern errichtet. Sein Schaugiebel ist ein Pfeiler-Stufen-Giebel aus glasierten und unglasierten Formsteinen, dem Umkreis Hinrich Brunsbergs zugesprochen. Dahinter steht ein zweigeschossiger Bau mit Satteldach und Fachwerkrückgiebel von um 1700.
Das Grundstück war bereits im späten 13. Jahrhundert bebaut; das heutige Haus wurde Anfang des 15. Jahrhunderts zwischen älteren Brandmauern errichtet, sein Schaugiebel wird dem Einfluss Hinrich Brunsbergs zugesprochen. Im 14. und 15. Jahrhundert gehörte es der Familie Rubenow, die mehrere Bürgermeister stellte. 1855/1856 ließ der Stadtbaumeister Moritz Friedrich Becherer eine neugotische Erdgeschossfassade einbauen, und von 1926 bis 1930 wurde das Haus für das Landratsamt umgebaut, das eine repräsentative Treppe erhielt.
Das Gebäude trägt den Namen seiner Position am Markt und zeigt die Bauweise, die typisch für die Kaufmannshäuser dieser Gegend ist. Die Fassade und Raumaufteilung spiegeln wider, wie Händler und wohlhabende Familien hier über Generationen gelebt und gearbeitet haben.
Das Gebäude befindet sich direkt am Marktplatz im Herzen von Greifswald und ist leicht zu Fuss erreichbar. Die Lage ermöglicht es Besuchern, das Haus zusammen mit anderen historischen Gebäuden und lokalen Geschäften in der Nähe zu erkunden.
Der Wappenfries aus dem Sitzungssaal des Kreishauses, zwischen 1877 und 1892 mit 24 Wappen der Gutsherren und 3 der Städte geschnitzt, wurde nach dem Einzug der SED-Kreisleitung demontiert und dem Stadtmuseum übergeben, wo er nie ausgestellt wurde.
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