Haus Gripswald, Wasserschloss in Meerbusch, Nordrhein-Westfalen, Deutschland
Haus Gripswald ist eine vierflügelige Backsteinhofanlage bei Ossum in Meerbusch mit einem zweigeschossigen rechteckigen Wohngebäude von 1547. Hinzu kommen ein Rundturmanbau und ein Treppenturmanbau sowie ein dreiflügeliges Wirtschaftsgebäude. Der Rundturm wurde Anfang des 19. Jahrhunderts um eine Etage aufgestockt.
Das Anwesen wird erstmals als Bauernhof im 12. Jahrhundert erwähnt und erhielt 1422 den Status eines Lehngutes. Es blieb unter kurfürstlicher Kontrolle bis zur Säkularisierung.
Der Rundturm enthält 28 romanische Doppelsäulen, die aus den Ruinen des Klosters St. Maria und Andreas in Knechtsteden bei Dormagen stammen. Diese Säulen zeigen die Verbindung zwischen dem Wasserschloss und religiösen Baudenkmälern der Region.
Die östliche Seite des Gebäudes ist heute privat genutzt und kann nur von außen besichtigt werden. Besucher sollten die Grenze des Privatgrundstücks respektieren und den Blick auf die Architektur von der öffentlich zugänglichen Seite genießen.
Die Anfang des 19. Jahrhunderts aufgesetzte Etage des Rundturms enthält 28 romanische Doppelsäulen aus den Ruinen des im 18. Jahrhundert zerstörten Prämonstratenserklosters St. Maria und Andreas in Knechtsteden. Die Säulen sind als Dekoration in die Fassade eingebaut.
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