Geismühle, Historische Windmühle in Krefeld, Deutschland.
Die Geismühle ist ein Turmholländer-Windmühle, die sich in Krefeld erhebt und mit ihrem Turm und den drehbaren Flügeln die traditionelle deutsche Mühlenarchitektur zeigt. Das Gebäude besitzt ein solides Mauerwerk und wurde so gebaut, dass es Windkraft optimal nutzen kann, um Getreide zu mahlen.
Die Geismühle ist rund 700 Jahre alt und damit eine der ältesten erhaltenen Windmühlen am Niederrhein. Vermutlich wurde sie nicht nur als Mühle, sondern auch als vorgelagerter Wachturm an der mittelalterlichen Fernhandelsstraße Hohe Weg für die Drosten des Grafen von Kleve errichtet. Bis 1575 gehörten auch Heerdt und Büderich zum Bannbereich. Im Dreißigjährigen Krieg belagerten und plünderten hessische Söldner die Mühle zweimal; um 1800 wurde sie privatisiert, 1945 beschädigte eine Fliegerbombe sie schwer.
Die Mühle steht in einer Region, die lange von der Landwirtschaft geprägt war, und zeigt, wie Menschen damals ihre Getreideernten verarbeiteten. Sie war ein wichtiger Ort, wo sich Bauern trafen und ihre tägliche Arbeit verrichteten.
Die Mühle liegt auf der Westseite der nach ihr benannten Raststätte an der A57, unmittelbar am Rand von Bösinghoven, und ist zu Fuß oder mit dem Rad erreichbar. Von Mai bis Oktober ist das Innere an jedem 1. Sonntag im Monat von 14 bis 17 Uhr zugänglich; bei Wind dreht sich das Mahlwerk. Für das Krühwerk wurde ein Hügel um den Fuß angeschüttet, wodurch das frühere Erdgeschoss zum Kornkeller wurde.
Die Fenster der Geismühle sind als Schießscharten ausgeführt, und im Inneren sind Reste von zwei Kaminen erhalten – für eine Mühle wegen der Brandgefahr sehr unüblich. Vermutlich diente der Turm zugleich als Wachturm der Burg Linn über den Hohen Weg; im Dreißigjährigen Krieg belagerten und plünderten hessische Söldner die Mühle zwei Mal.
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