Haus Latum, Architektonisches Denkmal in Meerbusch, Deutschland
Haus Latum ist ein Herrengutsensemble in Meerbusch mit einem zweistockigen Wohnhaus, das auf drei Seiten von Wassergräben umgeben ist, sowie Backsteinfachwerk-Wirtschaftsgebäuden. Die Anlage wird durch ihre wasserseitige Lage und die regelmässig angeordneten Bauten geprägt, die ein klassisches Gutsgehöft darstellen.
Die Anlage erscheint erstmals 1186 in Dokumenten und wurde nach ihrer Zerstorung im Jahr 1642 wahrend des Dreissigjahrigen Krieges um 1686 wiederaufgebaut. Dieser Wiederaufbau pragte die heutige Gestalt des Gutes massgeblich.
Das Haus wird heute geprägt durch die für die Region typische Adelarchitektur mit Backsteinelementen und Satteldächern, die das Alltagsbild des Ortes mitgestalten. Besucher können diese charakteristischen Merkmale beim Spaziergang um die Gebäude herum unmittelbar erfassen.
Das Gelande befindet sich in Meerbusch-Lank an der Bismarckstrasse und ist von aussen einsehbar, wobei die Wassergrabenseitig gelegenen Teile am besten von offentlich zuganglichen Wegen zu betrachten sind. Die Denkmaleigenschaft schutzt die Anlage vor Veranderungen, was ihre Struktur bewahrt.
Das Gut besass ursprunglich Waldgebiete in der Nahe von Linn und beherbergte sogar einen eigenen Hauskaplan bis ins spate 18. Jahrhundert. Diese Pratiken zeigen die frhere Eigenstandigkeit und Bedeutsamkeit der Anlage als lokales Machtzentrum.
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