Weißer Turm, Mittelalterlicher Wehrturm in Weißenthurm, Deutschland
Der Weiße Turm ist ein spätmittelalterliches Bauwerk in Weißenthurm mit einer Höhe von etwa 28,5 Metern und zeigt typische architektonische Merkmale deutscher Befestigungsanlagen dieser Zeit. Die Struktur liegt in der Nähe des Rheins und weist die charakteristische Massivität auf, die solche Wehrbauten aus dieser Epoche kennzeichnet.
Der Bau wurde Anfang des 15. Jahrhunderts unter Erzbischof Werner von Falkenstein in Auftrag gegeben und ersetzte die ältere Kettiger Turm von 1298. Damit entstand ein neuer Wehrbau, der die veränderten Anforderungen der Zeit und der regionalen Machtstrukturen widerspiegelte.
Der Weiße Turm markierte einst die Grenze zwischen unterschiedlichen Herrschaftsgebieten und war Teil einer Befestigungslinie, die sich von hier aus nach Mayen erstreckte. Besucher können heute noch die strategische Bedeutung des Standortes nachvollziehen, der die Kontrolle über diesen wichtigen Flussabschnitt sicherte.
Der Turm ist heute Veranstaltungsort für Zeremonien und Versammlungen und kann bei Interesse besichtigt werden. Die Öffnungsbedingungen und Besuchsmöglichkeiten sollten vor Ort erkundigt werden, da der Ort aktiv genutzt wird.
Der Turm kontrollierte eine Zollstelle, an der der Handel auf dem Rhein besteuert wurde und damit wichtige Einnahmen für die Erzbischöfe von Trier einbrachte. Dieses Zollsystem war ein wesentlicher wirtschaftlicher Aspekt der mittelalterlichen Rhein-Kontrolle.
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