Langer Stall, Historische Reithalle in Potsdam, Deutschland.
Der Langer Stall ist eine ehemalige Reitanlage in Potsdam mit einem Langhaus-Grundriss, regelmäßigen Fensterreihen und einem steilen Satteldach. Die Anlage erstreckt sich über mehr als 160 Meter Länge und etwa 20 Meter Breite mit einer klaren, funktional orientierten Fassadenstruktur.
Die Anlage wurde 1734 unter Friedrich Wilhelm I. mit Plänen von Pierre de Gayettes gebaut und diente als königliche Reit- und Paradeanstalt für Militärübungen. Die neoklassizistische Toranlage von 1781 markiert eine Phase der Modernisierung und künstlerischen Aufwertung des Komplexes.
Das Gebäude zeigt den Wandel von praktischen Militärbauten zu repräsentativen königlichen Strukturen, wie die 1781 hinzugefügte neoklassizistische Eingangsöffnung deutlich macht. Die Architektur spiegelt wider, wie Funktionalität und höfisches Prestige in dieser Periode zusammenkamen.
Der Ort liegt heute als fragmentarisch erhaltene Ruine vor, wobei die restaurierte neoklassizistische Toranlage aus den Jahren 1979-1980 den hauptsächlichen sichtbaren Rest darstellt. Besucher sollten beachten, dass das Areal begrenzt zugänglich ist und nur Außenansichten des Portals möglich sind.
Die Dachkonstruktion war für ihre Zeit bemerkenswert, da sie ohne innere Stützpfeiler ausgebaut wurde und dies von Architekten wie Friedrich Nicolai und David Gilly besondere Anerkennung fand. Diese technische Leistung machte das Gebäude zu einem Beispiel innovativen Bauens der Frühen Moderne.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.